LIN

DENKMALGERECHTE SANIERUNG DES LINDAUER INSELBAHNHOFS

Denkmalgerechte Sanierung Lindau Bahnhof, Natursteinrestaurierung, Bauen im Bestand, Architektur, Sanierung
JAHR:
2026
ORT:
LINDAU AM BODENSEE
BAUHERR:
DEUTSCHE BAHN AG
LEISTUNGEN:
DENKMALPFLEGE, BAUEN IM BESTAND, BAUÜBERWACHUNG

ARCHITEKTUR | STÄDTEBAU

Das Empfangsgebäude in Lindau bildet seit jeher das zentrale Entrée zur Altstadt und ist ein prägender städtebaulicher Baustein im Gefüge der Insel. Die geplanten Maßnahmen zur Sanierung und Restaurierung zielen darauf ab, die bestehende Substanz zu sichern und in ihrer räumlichen wie funktionalen Ordnung zu stärken. Durch die denkmalgerechte Instandsetzung wird das Gebäude in seinem charakteristischen Ausdruck bewahrt und zugleich für heutige Anforderungen nutzbar gemacht. Ziel ist es, die Rolle als Ankunfts-, Identifikations- und Orientierungsort zu festigen. So entsteht ein Raum, der Bestand und Nutzung in ein dauerhaft tragfähiges Verhältnis setzt – für Bürger und Besucher gleichermaßen.

GESCHICHTE

Das Empfangsgebäude des Bahnhofs in Lindau entstand zwischen 1913 und den frühen 1920er Jahren als Ersatz für den ersten Stadtbahnhof des 19. Jahrhunderts. Es ist als mehrflügelige Anlage mit Satteldächern und Quergiebeln ausgebildet und folgt in seiner Gestaltung einem barockisierenden Stil. Zur Altstadt hin prägen Terrassenvorbauten sowie ein übergiebelter Eingangsrisalit das Erscheinungsbild und unterstreichen die städtebauliche Bedeutung des Gebäudes. Die Fassaden sind klar gegliedert und verbinden konstruktive Ordnung mit repräsentativem Anspruch. Im Inneren spiegelt sich dieser Anspruch in der großzügigen Schalterhalle sowie in den hochwertig ausgestatteten Warte- und Funktionsräumen wider. Als Teil der Entwicklung von Eisenbahndamm und Seehafen markiert das Gebäude einen wesentlichen Abschnitt der Verkehrsgeschichte und prägt bis heute die räumliche Struktur der Insel.

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