Wohn- und Geschäftshaus Horb am Neckar

Modernisierung einer Ladeneinheit und Wohnung

Fassade des sanierten Wohn- und Geschäftshauses in Horb am Neckar
Grundriss Erdgeschoss mit ehemaliger Ladeneinheit und neuer Büronutzung in Horb
Grundriss erstes Obergeschoss mit Wohnnutzung im sanierten Wohn- und Geschäftshaus Horb
JAHR:
2025
ORT:
HORB AM NECKAR
BAUHERR:
PRIVAT
LEISTUNGEN:
ARCHITEKTURPLANUNG, SANIERUNG, UMNUTZUNG, LEISTUNGSPHASEN 1–8

BESTAND | STADTRAUM

Das giebelständige Wohn- und Geschäftshaus liegt an einer der zentralen Verkehrsachsen von Horb am Neckar und ist Teil einer geschlossenen Straßenbebauung. Das Gebäude entstand in den 1950er-Jahren: Das Erdgeschoss wurde in Massivbauweise errichtet, die beiden darüberliegenden Wohngeschosse sind als Fachwerkkonstruktion ausgebildet. Durch seine Lage, Nutzungsmischung und Bauweise besitzt der Bestand eine eigenständige Bedeutung im gewachsenen Stadtgefüge.

UMNUTZUNG | BÜRO UND WOHNEN

Die über lange Zeit als Ladengeschäft genutzte Fläche im Erdgeschoss wird zu einem Büro umgebaut. Die Planung entwickelt die vorhandene Raumstruktur gezielt weiter und beschränkt bauliche Eingriffe auf die funktional und gestalterisch notwendigen Maßnahmen. In den Obergeschossen bleibt die Wohnnutzung erhalten. Damit wird die für das Gebäude typische Verbindung von Arbeiten und Wohnen fortgeführt und der zuvor gewerblich genutzte Erdgeschossbereich dauerhaft reaktiviert.

LOW-TECH | AUSBAU

Die Sanierung folgt einem Low-Tech-Ansatz mit einfachen, robusten und dem Bestand angemessenen Ausbaustandards. Vorhandene Bauteile werden weitergenutzt, sofern sie funktional und gestalterisch geeignet sind. Dazu zählen auch die Fensterläden, die bereits einen wirksamen außenliegenden Sonnenschutz bilden. Auf unnötige technische Komplexität wird zugunsten langlebiger Konstruktionen, eines überschaubaren Investitionsvolumens und einer klaren Materialwahl verzichtet.

FACHWERK | INNENDÄMMUNG

Die energetische Verbesserung der Obergeschosse wird mit einer innenliegenden Wärmedämmung auf die Fachwerkkonstruktion und das Erscheinungsbild der Fassade abgestimmt. Dadurch kann die äußere Gestalt des Gebäudes erhalten und der Wärmeschutz zugleich zeitgemäß verbessert werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Anschlüssen an Decken, Innenwände und Fenster, damit die Konstruktion bauphysikalisch schlüssig und mit der vorhandenen Bausubstanz verträglich ausgebildet wird.

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